Anonymes Surfen

Hintergrund

Das Tor-Netzwerk sorgt für Anonymität im Internet.
Bei jedem Besuch im Internet geben Sie eine Menge persönlicher Informationen preis, ohne es zu wissen. Neben der aktuellen IP-Adresse übermittelt man unter anderem die installierte Windows-Version und den verwendeten Webbrowser samt eingerichteter Plug-ins. Diese Infos könnten bösartige Angreifer verwenden, um sich bekannte Sicherheitslücken (Exploits) zunutze zu machen und in ein fremdes Systzem einzubrechen.

Zudem speichern viele Webdienste zahlreiche Informationen über Sie in Cookies auf der lokalen Festplatte. Im für den Anwender besten Fall dient ein Cookie dazu, dass er sich beim wiederholten Besuch einer verschlüsselten Seite nicht erneut anmelden muss – das Cookie teilt dem besuchten Rechner mit, dass er schon einmal da war. Im für den Anwender schlechtesten Fall speichert das Cookie Informationen über komplexes privates Internetverhalten und übermittelt diese, ähnlich wie ein Trojaner, ungefragt an einen Empfänger. Anders als der Trojaner ist ein Cookie jedoch nicht versteckt, sondern vom Anwender im Browser einsehund löschbar.

Um anonym zu surfen genügt es nicht, sich nicht bei Facebook anzumelden, eine Fake-Mail-Adresse zu verwenden und im Privat-Modus seines Browsers zu surfen. Viele Webdienste speichern Infos über Sie in Cookies. Je mehr Sie den Dienst eines Anbieters verwenden, desto exakter wird sein Bild von Ihnen. Ein gutes Beispiel ist Amazon: Der Webriese schlägt Ihnen Artikel vor, basierend auf vorherigen Suchen. Ein weiterer Verräter ist Ihre IP-Adresse. Sie wird automatisch beim Surfen genannt, damit der Server mit der Webseite weiß, wohin er seine Daten schicken soll. Das ist notwendig, aber über die IP-Adresse kann jeder zumindest Ihren ungefähren Standort herausfinden.

Das Tor Netzwerk

Das Tor-Netzwerk sorgt für Anonymität im Internet. Aufgrund des verschlungenen Pfades der Daten durch das Tor-Netz können Webseitenbetreiber den Nutzer nicht mehr anhand seiner IP-Adresse erkennen. Die AnonyMeBox, ein vorkonfigurierter Tor-Router auf Basis eines Raspberry Pi, leitet sämtliche Daten der angeschlossenen Rechner durch Tor und sorgt so ohne großen Aufwand für mehr Privatsphäre.

www.geoiptool.com
Ipleak.net

Der Vorteil von Tor liegt in der extrem hohen Anonymität, die das Netzwerk bietet: Da die Daten wie bei einem Puzzle zerlegt werden, ist Ausspähen praktisch unmöglich. Theoretisch ginge es nur, indem man den gesamten Datenverkehr aller Teilnehmer weltweit aufzeichnet und auswertet. Je mehr Nutzer mitmachen, desto verzweigter und damit sicherer wird das Netzwerk. Selbst die Programmierer und Erfinder des Tor-Netzwerks sind nicht in der Lage, Informationen über die Nutzer oder die Inhalte der übertragenen Daten zu liefern. Daher setzen viele Unternehmen, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen auf Tor, wenn ein Höchstmaß an Diskretion erforderlich ist.

Ein Nachteil von Tor
Die vielen Umwege über zig Server bremsen den Surf-Spaß aus, Webseiten werden langsamer geladen.

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